Ausbildung nach ADI & IAADP-Standard

Die Hauptaufgabe von IAADP ist es, die Assistenzhundebewegung in den USA und anderen Ländern zu fördern. Dabei ist ihnen ein verantwortungsvoller Umgang mit den Zugangsrechten in der Gemeinschaft ausschlaggebend.
Seit über 80 Jahren arbeiten Assistenzhunde erfolgreich in der Öffentlichkeit und gewinnen immer mehr Akzeptanz, indem sie hohe Verhaltens- und Trainingsstandards erreichen, welche sie von normalen Hunden unterscheidet. Ihr vorbildliches Verhalten führt dazu, dass auch staatliche Gesetzgeber Blinde, Gehörlose, Gehbehinderte, sowie geistig und psychisch eingeschränkte Personen gesonderte Zugangsrechte ermöglicht.

Umfang der Assistenzausbildung. Ein Assistenzhund sollte mindestens 120 Stunden – über einen Zeitraum von sechs Monaten oder mehr – Training erhalten. Mindestens 30 Stunden sollten Ausflügen gewidmet werden, die die Mensch-Hund-Gemeinschaft darauf vorbereiten, gehorsam und unauffällig an öffentlichen Orten zu arbeiten. Die 120 Stunden Schulungszeit beinhalten die Zeit, die in Hausaufgabentrainingseinheiten zwischen Gehorsamsunterricht oder Unterricht durch einen erfahrenen Hundetrainier investiert wird.

Gehorsamstraining. Ein Hund muss die grundlegenden Gehorsamsfähigkeiten beherrschen: „Sitz, Platz, Bleib, Fuß, Rückruf.“ Sowie in der Öffentlichkeit an lockerer Leine laufen können und permanent auf verbale Signale oder Handzeichen reagieren.

Manieren. Ein Hund muss die richtigen sozialen Verhaltensfähigkeiten erwerben. Dieses umfasst mindestens:

  • Kein aggressives Verhalten gegenüber Menschen oder anderen Tieren. Kein Beißen, Schnappen, Knurren, kein wachsames Verhalten während der Arbeit auf Ihrem Grundstück.
  • Kein Anfordern von Essen oder Streicheleinheiten von anderen Personen während des Dienstes.
  • Sozialisierung von seltsamen Anblicken, Geräuschen, Gerüchen usw. in einer Vielzahl von öffentlichen Umgebungen.
  • Kein Schnüffeln an Waren, Menschen, Boden oder anderen Hunden während des Dienstes.
  • Ignorieren von Futter auf dem Boden, oder fällt in die Nähe des Hundes, während er außerhalb des Hauses arbeitet.
  • Arbeitet ruhig an lockerer Leine. Kein widerspenstiges Verhalten oder unnötige Vokalisierungen in öffentlichen Umgebungen.
  • Kein Urinieren oder Koten in der Öffentlichkeit, es sei denn, es wird ein bestimmter Befehl oder ein Signal zur Toilette an einem geeigneten Ort gegeben.

Behinderungsbezogene Aufgaben. Der Hund muss individuell geschult werden, um identifizierbare Aufgaben auf Befehl oder Hinweis zum Wohle des behinderten menschlichen Partners auszuführen. Dazu gehört die Alarmierung auf Geräusche, medizinische Probleme, bestimmte Düfte wie Erdnuss oder Situationen, in denen es sich um Training handelt. Für eine Definition einer „Aufgabe“ und „individuell trainiert“ und „was keine Aufgabe ist“ und viele Beispiele für Aufgaben, die von verschiedenen Arten von Assistenzhunden aufgeführt werden, folgt.

Verbotenes Training. Jedes Training, das den Beutetrieb, oder die Angst eines Hundes weckt, eine Aggressionsanzeige zu Wach- oder Verteidigungszwecken hervorzurufen, ist streng verboten. Nicht aggressives Bellen als trainiertes Verhalten ist in geeigneten Situationen erlaubt.

Verantwortlichkeiten eines Trainers: Trainer fungieren als Botschafter für die Assistenzbewegung. Dazu gehört ein behinderten Besitzertrainer, das Personal eines Anbieters oder ein Freiwilliger der mit einem Welpen oder erwachsenen Hund „in Ausbildung“ arbeitet. Es beinhaltet auch einen Assistenzhundepartner oder fähigen Moderator, der einem behinderten geliebten Menschen hilft, das Training eines Assistenzhundes aufrechtzuerhalten. Sie sollten mindestens:

  • Kenntnis der einschlägigen Hundegesetze (z.B. Leinengesetze und Gesetze zum öffentlichen Zugang)
  • Stellen Sie sicher, dass der Hund gesund, Flohfrei und die Tollwutimpfung auf dem neuesten Stand ist.
  • Zeigen Sie Respekt und Rücksicht auf andere Menschen und Eigentum.
  • Verwenden Sie humane Trainingsmethoden; überwachen Sie das Stressniveau des Hundes; bieten Ruhepausen.
  • Tragen Sie Reinigungsmaterialen bei sich. Sorgen Sie für eine sofortige Reinigung, wenn ein Hund in der Öffentlichkeit zur Toilette muss.

Seien Sie höflich und bereit, die Öffentlichkeit über Assistenzhunde und Zugangsrechte aufzuklären.